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Sonderschau im neuen Numismatik-Bereich der Munich Show

Sonderschau: Mit Sammleraugen: Die schönste Medaille!

5. September 2026

Die numismatische Sonderschau zeigt Medaillen aus zwei Jahrtausenden, von der Antike über die Renaissance bis in die Moderne, ausgewählt mit Sammleraugen. Medaillen sind kleine Kunstwerke in Serie, geschaffen von berühmten Künstlern, aber auch von Unbekannten, die in diesem Medium herausragende Werke schaffen. Medaillensammler zeigen uns in dieser Ausstellung ihre persönlichen Lieblingsstücke.

Bei der Ausstellungskonzeption wurde von der Bayerischen Numismatischen Gesellschaft e. V. gemeinsam mit dem Münchner Münzkabinett ein besonderer Ansatz verfolgt. Die bereits in der Münchner Residenz gezeigte Sonderschau „Mit Sammleraugen: Die schönste Medaille!“,
stellt die persönlichen Sichtweisen der Sammler in den Mittelpunkt: Welche Medaille ist ihr Favorit und warum? Ohne Vorgaben zu Thema, Zeit oder Künstler wurden sie eingeladen, bis zu drei Lieblingsmedaillen mit eigenen Erläuterungen einzureichen.

Inspiriert wurde das Konzept von der Ausstellung „Sammlerauge. Das Subjektive als Prinzip“ im Fritz Koenig Museum Landshut (2022). Während dort ein Künstler im Mittelpunkt stand, zeigt unsere Ausstellung die Vielfalt der Medaillenkunst über mehr als zwei Jahrtausende.
Aus rund 150 Einsendungen wählte eine verblindete Jury 75 Medaillen aus. Diese wurden beidseitig fotografiert, die persönlichen Texte der Sammler nahezu unverändert im Begleitband veröffentlicht. So bleibt die subjektive Perspektive erhalten.

Zu sehen sind Werke bekannter Künstler wie Rodin, Boldù, Pisanello, Manzù und Fritz Koenig ebenso wie Arbeiten weniger bekannter Künstler. Die Ausstellung reicht von den Anfängen der Medaillenkunst in der Antike über die technische Perfektion des 19. Jahrhunderts bis zu den Prägetechniken des 20. Jahrhunderts. Entscheidend ist nicht der Bekanntheitsgrad, sondern die besondere Qualität eines Werkes – seine Bildidee, Formensprache, Bedeutung, Materialität oder Schönheit. Zugleich macht das Projekt die Bedeutung privater Sammlungen sichtbar. Viele Sammler bauen ihre Kollektionen über Jahrzehnte auf, oft ohne öffentliche Anerkennung. Dabei sind private Sammlungen wichtige Quellen für Forschung und Ausstellungen. Leihgaben und Schenkungen können öffentliche Museen bereichern und neue Perspektiven auf die Medaillenkunst eröffnen.